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Antrag vom 04.05.2025

Fahrradparken in der Innenstadt – Sachstand zu Auslastung und Ausbauplanung von Abstellanlagen

Fahrradparken in der Innenstadt – Sachstand zu Auslastung und Ausbauplanung von Abstellanlagen

Für die Sitzung des Verkehrsausschusses am 19. Mai 2025 beantragt die Gruppe Für Oldenburg den Tagesordnungspunkt

Fahrradparken in der Innenstadt – Sachstand zu Auslastung und Ausbauplanung von Abstellanlagen

Im März dieses Jahres startete das Innenstadtmanagement die Aktion „Hinweisanhänger für Fahrräder: Fahrrad gut angeschlossen? Abstellmöglichkeiten in der Innenstadt nutzen!“, mit dem Ziel, das sachgemäße Abstellen von Fahrrädern zu fördern und damit das Stadtbild zu verbessern. Die Gruppe Für Oldenburg begrüßt diese Aktion ausdrücklich, sieht jedoch das Problem, dass viele bestehende Fahrradabstellanlagen in der Innenstadt bereits heute deutlich überlastet sind – sodass eine Sensibilisierung für korrektes Abstellen ins Leere läuft, wenn es an verfügbaren Stellplätzen mangelt.

Zur Dokumentation der Situation haben wir exemplarisch an einem Montag um 16 Uhr bei 14 °C und teils bedecktem Himmel eine Reihe von Standorten in der Innenstadt fotografisch erfasst. Dabei zeigt sich unter anderem, dass am Julius-Mosen-Platz beide vorhandenen Anlagen vollständig ausgelastet sind, teilweise Fahrräder bereits in zweiter Reihe ohne Anschlussmöglichkeit abgestellt werden. Ähnliche Beobachtungen lassen sich auch an anderen zentralen Knotenpunkten machen.

Vor diesem Hintergrund bitten wir die Verwaltung um einen Bericht zum aktuellen Stand und zur weiteren Entwicklung der Fahrradabstellmöglichkeiten in der Innenstadt und angrenzenden Bereichen. Insbesondere bitten wir um die Beantwortung folgender Fragen:

1. Wie schätzt die Verwaltung die aktuelle Auslastung der Fahrradabstellanlagen im Innenstadtbereich ein?

2. Gibt es eine laufende oder geplante systematische Erfassung der Auslastung (z. B. im Rahmen von Verkehrsbeobachtungen oder Quartierskonzepten)?

3. Welche konkreten Maßnahmen oder Erweiterungsplanungen zum Ausbau der Fahrradabstellanlagen im Innenstadtbereich bestehen aktuell?

4. Wird das ursprüngliche Fahrradabstellanlagenprogramm („15-Punkte-Programm“) für Fahrradabstellanlagen (bzw. dessen Nachfolge) noch aktiv weiterverfolgt?

5. Welche Flächenpotenziale sieht die Verwaltung kurzfristig oder mittelfristig zur Nachverdichtung oder Neuerrichtung weiterer Anlagen – ggf. auch mit innovativen Lösungen (Doppelstockparker, Mietsysteme, Fahrradboxen etc.)?

Ziel dieser Anfrage ist es, gemeinsam mit der Verwaltung realistische und nutzerorientierte Strategien für eine ausreichende und attraktive Fahrradinfrastruktur im innerstädtischen Bereich zu identifizieren – als wichtige Voraussetzung für eine nachhaltige urbane Mobilität.