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Digitalisierung & Verwaltung

Digitalisierung darf kein Schlagwort sein. Für Oldenburg steht für eine serviceorientierte, sichere und barrierefreie Verwaltung, die transparent arbeitet, offene Standards nutzt und messbare Ergebnisse liefert – statt teurer Insellösungen.

Unsere Leitlinie: Nutzen vor Schlagzeile

Digitale Projekte müssen den Alltag der Menschen vereinfachen: kürzere Wege, weniger Papier, transparente Informationen. Wir priorisieren Vorhaben, die spürbaren Nutzen bringen – und beenden Projekte, die nur Kosten produzieren.

KI: Chancen nutzen, Risiken steuern

Künstliche Intelligenz kann Vorgänge beschleunigen – von Terminvergabe bis Vorgangsbearbeitung. Aber: Nur mit klaren Leitplanken. Wir haben zur geplanten Einführung von KI-Lösungen eine strukturierte Abfrage an die Verwaltung angestoßen (Strategiebezug, Datenschutz, Fachverfahren, Schulung, Evaluationskennzahlen). Unsere Grundsätze:

  • Rechtskonform & DSGVO-sicher – Datenverarbeitung in der EU, klare Auftragsverträge.
  • Transparenz – dokumentierte Einsatzfelder, Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen.
  • Open-Standards – vermeidet Vendor-Lock-in, Schnittstellen „API-first“.
  • Barrierefreiheit – KI darf Hürden nicht vergrößern (z. B. einfache Sprache, Untertitel).
  • Wirksamkeitskontrolle – Pilotieren, messen, skalieren (KPIs siehe unten).

Digitale Services: schnell, einfach, barrierefrei

Formulare und Anträge gehören ins Serviceportal – medienbruchfrei, mobil- und in Leichter Sprache nutzbar. Jedes neue Online-Formular bekommt einen Bearbeitungsstatus, klare Kontaktmöglichkeiten und eine verlässliche Rückmeldung.

Transparenz & Beteiligung: „open by default“

Demokratie lebt von Einblick. Wir setzen uns für Dauer-Archivierung der Ratssitzungen, aussagekräftige Suchfunktionen und maschinenlesbare Beschlussdaten ein. Proaktiv veröffentlichte Informationen (Open Data) sparen Anfragen und stärken Vertrauen.

IT-Sicherheit & Datenschutz: ohne Kompromisse

Sicherheit ist Voraussetzung. Wir fordern verbindliche Mindeststandards (z. B. MDM, 2FA, verschlüsselte Kommunikation), regelmäßige Pen-Tests und Privacy by Design in allen Projekten. Digitale Souveränität durch Open-Source-Prüfung und offene Schnittstellen gehört dazu.

Digitale Barrierefreiheit

Alle städtischen Websites und Anwendungen müssen WCAG-konform sein: kontraststark, tastaturbedienbar, mit Alternativtexten, Untertiteln und klarer Sprache. Prüfberichte und Verbesserungsfahrpläne werden öffentlich gemacht – Barrierefreiheit ist kein „Nice-to-have“, sondern Pflicht.

Beschaffung & Standards

  • Standard statt Sonderweg: Vorzugsweise etablierte, interoperable Lösungen.
  • Open-Source-First-Prüfung: Wo sinnvoll, quelloffene Alternativen bevorzugen.
  • API-Pflicht: Neue Systeme müssen dokumentierte Schnittstellen liefern.
  • Exit-Strategien: Jeder Vertrag enthält Migrations- und Daten-Export-Regeln.

Menschen mitnehmen: Schulung & Change

Gute Tools wirken nur, wenn Teams sie anwenden können. Wir wollen fortlaufende Schulungen, klare Verantwortlichkeiten (Produkt-Owner in den Fachämtern) und Feedback-Schleifen mit Bürgerinnen und Bürgern.

Messbar machen: KPIs für digitale Projekte

  • Nutzungszahlen (Online-Quote je Verfahren, Abbruchraten).
  • Bearbeitungszeiten (SLA-Erfüllung, Durchlaufzeit je Anliegen).
  • Zufriedenheit (CSAT nach Abschluss, Barrierefrei-Audits).
  • Kosten-/Nutzen (Papier-/Porto-Ersparnis, interne Aufwände).
  • Transparenz (Veröffentlichte Datensätze, Aufrufzahlen, Suchtreffer).

Fazit: Digitalisierung, die ankommt

Für Oldenburg setzt auf ehrliche Digitalisierung: serviceorientiert, sicher, inklusiv – und finanziell verantwortungsvoll. So entsteht Vertrauen: in die Technik, vor allem aber in die Verwaltung.