Worum es geht
Oldenburg will bis 2035 klimaneutral werden. Doch viele Maßnahmen laufen unkoordiniert, Zahlen sind unvollständig und Prioritäten unklar. Wir wollen, dass die Stadt nicht nur Klimaschutz ankündigt, sondern ihn nachweislich umsetzt – transparent, effizient und mit Blick auf kommende Generationen.
Unsere Leitlinien
- Klimaziele mit Substanz: Kein grünes Etikett ohne konkrete Wirkung.
- Grünflächen erhalten: Stadtbäume, Parks und Böden sind keine Reserveflächen für Bauprojekte.
- Öffentliche Nachvollziehbarkeit: Maßnahmen des Klimaplans müssen messbar und im Klimaportal nachvollziehbar sein.
- Flächenverbrauch stoppen: Innenentwicklung vor Neubau, Renaturierung vor Versiegelung.
- Ernsthafte Beteiligung: Bürgerinitiativen frühzeitig einbeziehen, statt sie vor vollendete Tatsachen zu stellen.
Was wir konkret fordern
1) Transparente Klimaplan-Umsetzung
- Klimaportal erweitern: Jede Maßnahme mit Zielbezug, Fortschrittsstatus und CO₂-Wirkung.
- Einheitliche Maßnahmencodes: Mobilitätsplan, Stadtentwicklungsplan und Klimaplan müssen dieselbe Systematik nutzen.
- Öffentliche Fortschrittsberichte: Mindestens halbjährlich und für alle zugänglich.
2) Schutz bestehender Grünflächen
- Grüne Lunge Donnerschwee: Erhalt der naturnahen Fläche als lokaler Klimapuffer.
- Baumschutz mit Konsequenz: Fällungen nur mit Ersatznachweis innerhalb von Oldenburgs Stadtgrenzen und Begründung im Klimaportal.
- Fliegerhorst-Gelände: Kein Flächenverbrauch ohne vollständige Altlastenprüfung und ökologische Bewertung.
3) Ehrliche Klimapartnerschaften
- Kein Greenwashing bei Städtepartnerschaften: Kooperationen müssen gemeinsame Nachhaltigkeitsziele haben.
- Des Moines (USA): Partnerschaften mit Städten die eine Anti-Klimapolitik und sich nicht klar von der undemokratischen Politik des amerikanischen Präsidenten abgrenzen, lehnen wir ab.
- Europäische Netzwerke stärken: Austausch mit Kommunen, die echten Klimaschutz leben.
4) Umweltgerechtigkeit in der Stadtplanung
- Klimawirkung vor Prestige: Projekte wie Stadion oder Großparkhaus müssen Klimabilanzen offenlegen.
- Saubere Luft & Wasser: Altlastenbeseitigung wie am Fliegerhorst konsequent umsetzen.
- Bürgernahe Kontrolle: Umweltdaten offen und maschinenlesbar bereitstellen.
5) Klimaschutz mit sozialer Verantwortung
- Energieeinsparung fördern: Unterstützung für Haushalte mit geringem Einkommen.
- Faire Mobilität: Bus, Rad und Fußwege stärken, statt Milliarden für Stadion oder Tiefgarage.
- Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe: Hitzeschutz, Bäume und Wasserflächen als Teil der Stadtstruktur.
So messen wir Fortschritt
- 🌳 Zahl der gefällten vs. neu gepflanzten Stadtbäume (jährlich).
- 📈 Anteil umgesetzter Klimaplan-Maßnahmen mit dokumentierter Wirkung (%).
- 🏞️ Flächenversiegelung pro Jahr (ha).
- 💨 CO₂-Emissionen pro Kopf im Stadtgebiet (t/Jahr).
- 🔎 Transparenzindex Klimaportal (Vollständigkeit der Daten).
Beispiele & Bezug
Wir haben wiederholt auf Defizite bei Umweltentscheidungen hingewiesen, etwa beim Flötenteichbad, der Grünen Lunge Donnerschwee und den Baumfällungen im Stadtgebiet. Nachhaltigkeit bedeutet nicht, immer mehr zu bauen, sondern bestehende Werte zu bewahren – sichtbar, überprüfbar und dauerhaft.
Weiterführende Informationen & Anfragen:
- Anfrage: Umsetzung der Vorlage „Grüne Lunge Donnerschwee“
- Anfrage: Umgang mit Baumfällungen im Stadtgebiet
- Anfrage: Flötenteichbad – Bauinvestitionscontrolling
- Verknüpft: Mobilität & Verkehr
Stand: Oktober 2025 – ergänzt um aktuelle Ratsanfragen und Pressemitteilungen.